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Heizen mit Erdwärme: Erfahrungsberichte

Heizen mit Erdwärme: Bauherren und Bauherrinnen erzählen vom Wohnen mit Ihrer Wärmepumpe

Wärmepumpen sind effizient und nachhaltig, besonders effizient ist die Erdwärmepumpe – auch bei einer Sanierung. Auf den ersten Blick erscheint die Verlegung von Erdwärmekollektoren oder die Erdbohrung für eine Erdsonde aufwändig, auf lange Sicht – das zeigen die folgenden Erfahrungsberichte – lohnt sich das Heizen mit Erwärme. Das betrifft die Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit ebenso wie die geringen Kosten im laufenden Betrieb. Lesen Sie selbst!

Wohnen mit Erdwärmeheizung: Kühlt im Sommer, heizt im Winter – und nutzt die Erdwärme

Baujahr 1938, rund 200 Quadratmeter, Berlin-Zehlendorf: Familie vom Felde hatte das Einfamilienhaus gekauft und startete im Juni 2015 mit der Sanierung. Das Innenleben des Hauses wurde von den Bauherren komplett verändert. Starker Partner an der Seite der Familie: Die Berliner Firma Uwe Schmidt, Elektro, Heizung, Sanitär. „Bevor ein Sanierungsprojekt startet, ist eine saubere Planung das A und O“, rät Heizungsbaumeister Nils Kleimann. In diesem Fall änderte sich aufgrund des Anbaus des 35 Quadratmeter großen Wintergartens die Heizlast des Gebäudes. Die alte Wärmepumpe im Haus musste raus. „Wir haben unterschiedliche Heizungssysteme für die Immobilie durchgerechnet. Öl, Gas oder wieder eine Wärmepumpe, das war die große Frage. Die Wärmepumpe hat sich durchgesetzt, da sie auf Jahre gerechnet die günstigere Investition für diese Immobilie ist“, resümiert die Bauherrin Beate vom Felde.

Heizen und kühlen mit Erdwärme: Die Sole-Wasser-Wärmepumpe von STIEBEL ELTRON ist besonders effizient: „Es ist die Leistung und Zuverlässigkeit, die uns überzeugt – aufbauen, anschließen, Knopf drücken, Stiebel läuft“, sagt Installateur Andreas Kulka.

Produkt-Tipp: Erdwärmepumpen für Ihr Zuhause

Die Erdwärmepumpe: Investition in die Zukunft

Die Heizungsfirma empfahl der Familie eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Das Besondere: Die Heizung im Keller kühlt im Sommer das Haus über die Fußbodenheizung. Mit der Hilfe von Erdwärme, auch Geothermie, sorgt die Wärmepumpe für wohlige Wärme im Winter – und angenehme Kühle im Sommer. „Dass die Wärmepumpe kühlt hat uns endgültig überzeugt“, erzählt Beate vom Felde. Wie fühlt sich der gekühlte Fußboden an? „Es sind nur einige Grad Temperaturunterschied, man muss sich also keine Moonboots anziehen. Ein sehr angenehmes Gefühl, selbst unser Hund ist vom gekühlten Boden begeistert.“ Diese Begeisterung teilt auch Installateur Andreas Kulka. Seit 8 Jahre verbaut er STIEBEL ELTRON Wärmepumpen: „Selbst bei minus 20 Grad Außentemperatur ist volle Leistung der Heizungsanlage da.“ Mit der Erdwärme sorgt die Wärmepumpe für wohlige Wärme im Winter – und angenehme Kühle im Sommer.

Wärmepumpen-Lexikon: Was ist Erdwärme?

Erdwärme oder griechisch Geothermie bezeichnet die Nutzung der im Erdreich gespeicherten Wärme. Für die Nutzung benötigt werden entweder Erdwärmekollektoren oder Erdsonden. Die in dem Rohrsystem enthaltene Wärmeträgerflüssigkeit gibt außerhalb des Erdreichs die Wärme an die Wärmepumpe ab. Das Erdreich in Europa ist ab einer Tiefe von 1,20 m auch im Winter warm genug, um eine Erdwärmepumpe wirtschaftlich und zuverlässig zu betreiben.

Erdwärme nutzen zum Heizen und Kühlen

Im Winter wird die Wärmepumpe dann in den normalen Heizbetrieb umgeschaltet. „Ich hab’s gerne warm im Haus. Rund 24 Grad sind meine Wohlfühltemperatur, während mein Mann gerne den Temperaturregler herunter dreht“, erzählt sie. Bei einer Sache sind sich aber alle einig: „Wir sind stolz auf unsere Wärmepumpe.“ Die Familie ist nun Teil der Energiewende und lebt zu Hause unabhängig von fossilen Energieträgern. „Als Banker weiß ich, dass der Ölpreis unkalkulierbar ist. Mit unserer Wärmepumpe müssen wir uns darüber keine Gedanken machen“, betont die Bauherrin. Und so macht die Familie nur noch eins in ihrem Eigenheim: Wohnen und genießen.

Tipp zur Finanzierung

Der Staat unterstützt Bauherren und Modernisierer, die sich für umweltschonendes Heizen entscheiden. Nutzen Sie außerdem unseren Förderseite für mehr Informationen.

Erdwärme im Fakten-Check

Erdwärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik: überragend in Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit

Baujahr 2005, 300 Quadratmeter in Remscheid: Beate und Ferdinand Beital zeigen, was mit einer höchst effizienten Wärmepumpentechnik alles möglich ist. Die energetischen Werte ihres Eigenheims sind beeindruckend. Verantwortlich dafür sind die PV-Anlage auf dem Dach und vor allem die Heizungsanlage: Eine Erdwärmepumpenkaskade mit zwei Geräten WPF 13 M sorgt für Wärme und Warmwasser. Und das höchst rentabel: „Rechnet man den selbst produzierten und eingespeisten Strom gegen die Kosten für die Heizungsanlage, liege ich bei gerade einmal 25 Euro pro Monat Kosten für die Heizung – und das bei einer 16 Jahre alten Anlage! Die Wirtschaftlichkeit wie auch die Zuverlässigkeit des Systems sind wirklich überragend“, so der Hausbesitzer.

 

Erdwärmepumpe: Top-Werte trotz des hohen Alters

Vier Bohrungen à 90 Meter Tiefe wurden 2005 im Bereich vor dem Gebäude realisiert. Die Wärmepumpenanlage leistet insgesamt gut 25 Kilowatt bei einer Soletemperatur von 0 Grad und einer Vorlauftemperatur von 35 Grad, die für die verlegte Fußbodenheizung absolut ausreicht.

Beim Neubau 2005 ging es den Beitals darum, ein modernes, zukunftssicheres Haus zu bauen, auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit. Ihr Fazit: „Selbst Strom zu erzeugen und möglichst viel Energie aus der Umwelt für Heizung und Warmwasserbereitung zu nutzen, hielten wir damals für ein sehr stimmiges und sinnvolles Konzept. Dass es in den vergangenen 16 Jahren so hervorragende Ergebnisse gebracht hat und immer noch problemlos funktioniert, ist eine schöne Bestätigung unserer damaligen Einschätzung.“

Ratgeber kompakt: Schritt für Schritt zur Erdwärmeheizung

1. Planen: Der Fachhandwerker prüft für Sie, ob Ihre Heizkörper mit der Vorlauftemperatur der neuen Wärmepumpenheizung kompatibel sind. Trifft das zu, wird nur der Heizkessel im Keller und nicht das gesamte Heizsystem des Hauses ausgetauscht.

Soll eine Erdsonde ins Erdreich eingebracht werden, müssen Sie vorher eine Genehmigung bei der zuständigen Wasserbehörde einholen. Planen Sie dafür ca. zwei Monate ein.

2. Bei der Auswahl einer geeigneten Wärmepumpe helfen Tools wie unser Wärmepumpen-Angebotsservice, der schnell und einfach passende Produktvorschläge aus über 30.000 Varianten empfiehlt. Oder Sie fragen Ihren Fachhandwerker vor Ort.

3. Schöpfen Sie die Möglichkeiten zur Förderung aus. 

4. Lösung auswählen und Kosten überschlagen: Über den Wärmepumpen-Angebotsservice ermitteln Sie für Sie passende Lösungen.

5. Fachhandwerker kontaktieren: Fachhandwerker in Ihrer Nähe finden Sie hier online.

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